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"Immer trage ich diese Frage in meinem Herzen: Was soll ich tun, um aus meinem kurzen Leben das Beste zu machen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Freitag 02. Februar 2018 12:05Alter: 194 days
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Bischofsrat der EMK reagiert auf MeToo-Bewegung

Anlässlich der «MeToo«-Bewegung wendet sich der internationale Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) zusammen mit der internationalen EMK-Kommission für die Gleichbehandlung und den Schutz von Frauenrechten mit einer Stellungnahme an die methodistischen Kirchen weltweit.

Unter #ChurchToo werden immer mehr sexuelle Übergriffe im Rahmen von Kirchen bekannt. (Bild: Mihai Surdu, unsplash.com / SF)

Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass dem US-amerikanischen Star-Regisseur Harvey Weinstein von zahlreichen Frauen sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen vorgewurfen wurden. Vor allem in den sozialen Medien kam daraufhin eine Bewegung ins Rollen, bei der immer mehr Frauen unter #MeToo von ähnlichen Erfahrungen berichteten. Weil sexuelle Übergriffe auch in Kirchen stattfinden, ist in den USA inzwischen unter #ChurchToo eine Bewegung im Gange, die solche Übergriffe ebenfalls öffentlich macht. Darauf bezieht sich die Stellungnahme des EMK-Bischofsrates.

 

Sexuelle Übergriffe benennen

 

In allen bekanntgewordenen Geschichten werde das vorherrschende Machtgefälle sichtbar, stellen die Verfasser fest. In der Stellungnahme des Bischofsrats und der Kommission werden die in den Sozialen Grundsätzen der Evangelisch-methodistischen Kirche ausgeführten Grundüberzeugungen zitiert. «Sexuelle Belästigung missbraucht eine Machtposition» und «wir verwerfen die irrige Auffassung, dass ein Geschlecht dem anderen überlegen sei», heisst es dort. Sexuelle Übergriffe, egal unter welchen Umständen, müssten auch in der Kirche in jeder Dienstebene benannt werden. Ausserdem müsse noch eine weitaus grössere Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung erreicht werden, wie es dazu kommt, dass sexuelle Belästigung, Missbrauch und Körperverletzung geduldet und sogar gedeckt werden.

 

Betroffenen helfen

 

Der Bischofsrat nimmt die Beratungen mit der Kommission zum Anlass, «Massnahmen zum Schutz vor sexuellem Fehlverhalten zu veranlassen, Opfern Heilungsmöglichkeiten anzubieten und Wege zu finden, wie Tätern – auch wenn sie unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden müssen – die Liebe Christi nahegebracht werden kann». Das Melden sexuellen Fehlverhaltens und sexueller Belästigung innerhalb der Kirche müsse entschieden gefördert und unterstützt werden. Bischofsrat und Kommission verpflichten sich in der Stellungnahme dazu, jede Beschwerde ernstzunehmen. Dazu gehöre auch die Entwicklung von Massnahmen, um Schuldige zur Rechenschaft zu ziehen und Betroffenen Heilungsmöglichkeiten anzubieten.

 

Helpline in der EMK Schweiz

 

Sexuelle Belästigung, Mobbing und Missbrauch von Vertrauensverhältnissen werden in der EMK Schweiz nicht toleriert. Betroffenen Personen erhalten über die Helpline des EMK-Ausschusses «Krisen Intervention Konkret» (KIK) schnelle und kompetente Hilfe. Eine von KIK erarbeitete Broschüre informiert über die Arbeitsweise.

 

Helpline: 062 205 70 06

Broschüre: «Krisen Intervention Konkret»

Stellungnahme des Bischofsrates (dt. Übersetzung durch emk.de)

 

Quelle: emk.de / Sigmar Friedrich


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